Verschleißmodellierung mit Hilfe der statistischen Versuchsplanung

Rautenberg, J.1, a; Zabel, A.1, b

1)
Institut für Spanende Fertigung, Universität Dortmund, Baroper Str. 301, 44227 Dortmund

a) rautenberg@isf.de; b) zabel@isf.de

Kurzfassung

Der Werkzeugverschleiß bei der Fräsbearbeitung kann bisher nur unzureichend vorhergesagt werden. Eine effektive Ausnutzung des Potenzials der eingesetzten Werkzeuge kann häufig zugunsten der Prozesssicherheit nicht umgesetzt werden, worunter die Wirtschaftlichkeit der Prozesse leidet. Moderne Prozesssimulationstools erlauben eine Vorhersage des Werkzeugverschleißes auch bei der Fräsbearbeitung komplexer Freiformflächen. Entscheidend für den Erhalt sinnvoller Ergebnisse solcher Simulationssysteme sind geeignete Eingangsdaten, welche beispielsweise abhängig von der verwendeten Werkzeug-/Werkstoffkombination und den Umgebungsbedingungen sind. Die somit hohe erforderliche Anzahl an Versuchen für eine Datenbasis kann mit Hilfe statistischer Hilfsmittel deutlich reduziert werden und erlaubt eine Bewertung der unterschiedlichen Einflussfaktoren auf die Entwicklung des Werkzeugverschleißes (Schnittgeschwindigkeiten, Vorschübe, Zustellungen,...). Die Entwicklung und Umsetzung einer solchen Vorgehensweise auf Basis des „Design of Experiments“ (DoE) wird in diesem Artikel beschrieben.

Schlüsselwörter

Produktionstechnik, Fräsbearbeitung, Verschleißmodellierung

Veröffentlichung

wt - Werkstattstechnik online, 96 (2006) 11/12, S. 831-835