Additiver Werkzeugaufbau zur verbesserten Prozessdynamik bei der Drehbearbeitung von TiAl6V4

Vogel, F.1, a; Berger, S.1, b; Özkaya, E.1, c; Biermann, D.1, d

1)
Institut für Spanende Fertigung, Technische Universität Dortmund, Baroper Str. 303, 44227 Dortmund

a) Florian.vogel@tu-dortmund.de; b) sebastian.berger@tu-dortmund.de; c) ekrem.oezkaya@tu-dortmund.de; d) dirk.biermann@tu-dortmund.de

Kurzfassung

Resultierend aus der sich bei der Zerspa­nung von Titanwerkstoffen einstellenden, werkstoffspezifischen Segmentspanbil­dung können eingesetzte Werkzeuge je nach gegebenen Prozessbedingungen erheblich in Schwingung versetzt werden, sodass neben einem gesteigerten Werk­zeugverschleiß die geforderten Bauteil­qualitäten oftmals nicht erzielbar sind. Durch den Einsatz additiv gefertigter Wendeschneidplattenhalter (WSPH) für die Drehbearbeitung von TiAl6V4 erfolgt eine passive Dämpfung derartiger, span­bildungsinduzierter Werkzeugschwin­gungen. Ausschlaggebend hierfür ist die durch den additiven Herstellungsprozess ermöglichte Erzeugung speziell gestal­teter Hohlelemente in den Schäften der WSPH. Einerseits bedingt durch eine dar­aus resultierende, schwingungsoptimier­te Werkzeuggestaltung, andererseits auf­grund der inneren Reibung von zusätzlich in die Schäfte eingebrachten Füllwerk­stoffen werden die Schwingungsamplitu­den des Werkzeugs signifikant reduziert.

Schlüsselwörter

Titan, Additive Fertigung, Partikeldämpfer, Schwingungsdämpfung, Prozessstabilität

Veröffentlichung

Werkstoffe in der Fertigung, (2019) 4, S. 22-25, ISSN 0939-2629/B 25800